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4.9

Blasen an den Füßen

vermeiden und behandeln

Die Füße sind das wichtigste Werkzeug eines jeden Wandersmann und vor allem eines Pilgers, dessen Wanderziel eine Läuterung, das Überdenken der inneren Werte oder das Erwecken des Bewusstseins sind. Bei solchen Prozessen stehen äußere Unbequemlichkeiten nur im Weg und belästigen die Selbstfindung.

Also ist auch der Vorbereitung auf den Weg eine besondere Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit beizuwohnen.

Über die Leichtigkeit eines gut gepackten Rucksacks habe ich mich ja schon ausgelassen. Hier noch mal der Zugang, wer das verpasst hat.

Und hier meine Abwägungen über die Wahl der Schuhe, die für unsere Wanderung von besonderer Bedeutung sind. Denn Schuhe, die nicht richtig sitzen, also zu eng oder zu locker den Fuß umgeben, lassen durch Reibungen an immer der gleichen Stelle an der Haut Entzündungen entstehen, die vom Körper mit einer Luftschicht unter der Haut (eine Blase) geschützt werden soll und uns mit beißendem Schmerz darauf aufmerksam macht, dass irgendetwas da nicht in Ordnung ist.

Wenn der Schuh optimal sitzt und eingelaufen ist, so ist die Wahrscheinlichkeit der Blasenbildung natürlich auch gering. Trotzdem kann es vorkommen, dass es zu Unbequemlichkeiten kommt, zum Beispiel durch Wetterveränderungen, aber auch die Länge der Fußnägel kann entscheidend zu Belästigungen beim Laufen beitragen. Vor allem aber gilt: die Nägel nicht am Tag der Wanderung zu schneiden. Lass ihnen ein oder zwei Tage Zeit, um die empfindliche Haut am Nagelbett zu regenerieren, bevor du sie in die Wanderschuhe zwängst.

Insgesamt brauchen aber besonders die Füße während eines langen Wandertages eine besondere Zuwendung. Sie möchten am Ende des Wandertages aus dem Schuh genommen, in eine kühle, erfrischende Quelle gehalten werden und vielleicht sogar ein paar Schritte barfuß laufen, über dicke Fluss Steine, über weichen Waldboden oder auch über steinige Feldwege. Das fördert die Durchblutung und wirkt wie eine liebevolle Massage für die strapazierten Füße. Nur danach nicht gleich wieder ins feste Schuhwerk, sondern den Fuß ausatmen lassen, denn durch die angeregte Durchblutung pulsiert das gesamte Gewebe und rebelliert möglicherweise im enganliegenden Schuh. Konkret heißt das, es entstehen Druckstellen, die sich leicht entzünden können und damit die Blasen hervorrufen.

Also achte darauf, falls du sie während der Wanderung mal entblößt, dass du sie trocken und sauber zurück in den Schuh steckst, damit keine Reibungsmöglichkeiten entstehen.

Wer seinen Füßen besonderen Halt und Flexibilität gönnen möchte, schnürt vor dem Anstieg einmal vorne an der Fußspitze fester zu und lässt am Knöchel etwas lockerer und beim Abstieg wieder fester um das Gelenk, um ein Umknicken zu verhindern.

Am Abend brauchen die Füße ein angenehmes Fußbad, reichhaltige Cremes und liebevolle Massagen, um dich auch am nächsten Tag wieder einwandfrei tragen zu können.

Wenn nun aber doch einmal Blasen entstanden sind, lieber gleich bei den ersten Anzeichen etwas unternehmen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Und zwar.

1. Reinigung

Hast du eine geschlossene Blase? Dann ist es besser, sie nicht aufzustechen, um eine Infektion zu vermeiden. Wenn sich die Blase an einer Stelle befindet, an der sie beständiger Reibung ausgesetzt ist, sollte sie besser aufgestochen werden.

Desinfiziere die Haut um die Blase herum mit einem Desinfektionsmittel. Steche sie dann an einigen Stellen mit einer sterilen Nadel ein. Halte die Nadel nicht aufrecht, sondern parallel zur Haut. Drücke mit sauberer Baumwolle die Feuchtigkeit aus der Blase. Entferne nicht die Haut, da die Blase dann schneller heilt.

Ist die Blase schon offen? Reinige dann die Blase mit Wasser. Dann trockne die Haut sorgfältig.

2. Desinfizieren

Betadine ist eine gute Substanz. Die braune Farbe hat eine wichtige Funktion. Dadurch siehst du deutlich, welche Stellen du erreicht hast. Das Verblassen der Farbe ist ein Anzeichen dafür, es erneut anzuwenden, wenn die Heilung noch mehr Zuwendung braucht.

3. Schützen

Jetzt nur noch einen sicheren Verband darüber, um zu verhindern, dass Schmutz und Bakterien eindringen, die eine Infektion verursachen können.

 

Und danach?

Danach kannst du problemlos den Pilgerweg fortsetzen. Solange die Blase noch offen ist, solltest du sie 3 Tage lang 1- bis 2-mal täglich mit Desinfektionsmittel behandeln und den Verband ersetzen. Dadurch bleibt die Blase gut vor neuen Bakterien geschützt. Versuche auch, so viel Reibung wie möglich zu vermeiden. Es gibt auch spezielle Blasen Pflaster zu kaufen, um die Blase zu schützen.

 

Wenn die Blasen so schlimm sind, dass du nicht weiter gehen kannst oder ein paar Tage ruhen musst, keine Sorge! Wir sind unter unserer Servicenummer erreichbar und finden immer eine Lösung. Zum Beispiel ein Bus oder ein Taxi, um zur nächsten Unterkunft zu kommen.

 

Aber natürlich wünschen wir einen blasenfreien Camino!

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